kostenlos - ausdrucken - vorlesen

Familie Maus und das panische Picknick

Hier findet ihr eine Kindergeschichte von der Familie Maus und dem panischen Picknick. Hinweis: Alle Inhalte wurden von uns selbst verfasst. Bitte beachtet unbedingt das © Copyright. Eine Veröffentlichung auf anderen Webseiten, sowie eine kommerzielle Nutzung der Texte, muss vorher von uns genehmigt werden.

 

Natürlich dürft ihr, liebe Eltern und Großeltern, Kinder, Geschwister und Freunde die Kindergeschichte vorlesen und/oder ausdrucken. Dafür ist sie ja da :-) Viel Spaß!!!


.

Familie Maus und das panische Picknick

An einem schönen Tag im September hatte sich Familie Maus auf den Weg zu ihrem liebsten Ausflugsziel gemacht: Die Haselnusssträucher am Waldrand, gleich neben der großen Wiese. Diese boten nicht nur genügend Nüsse, um sich den Bauch vollzufressen, sondern es war zugleich ein warmes Plätzchen, an dem man sich nach dem Essen noch entspannt in den Schatten der Blätter legen konnte, um einfach mal zu entspannen.


„Hier komme ich immer wieder gerne her“, sagte Mama Maus, „das ist ein bisschen wie Urlaub.“ „Ja“, sagte Papa Maus, „da bin ich ganz Deiner Meinung. Schön, dass die Wiese vor Kurzem gemäht worden ist, da können wir es uns im getrockneten Gras so richtig gemütlich machen.“


„Laura, Lisa, Leonie, Ludwig“, rief Mama Maus, „lauft bitte nicht so weit weg, wir wollen dann essen.“ „Okay Mama“, rief Leonie, „wir spielen nur noch etwas fangen“, und schon war sie verschwunden. Wie auch die anderen Kinder, kletterte sie kleine Hügel aus Heu hinauf, nur um sich gleich dahinter unter einem der nächsten Hügel zu verstecken. Sobald eines ihrer Geschwister in ihre Nähe kam, rannte sie weiter und so entfernten sich die Kinder immer weiter vom schützenden Waldrand und von ihren Eltern.

 

Papa Maus blinzelte gegen die Sonne. Ihm war als hätte er hoch am Himmel einen winzigen dunklen Punkt gesehen, aber jetzt war dieser wieder verschwunden. So schön es hier auch war, man musste trotzdem vorsichtig sein, denn auch hier gab es Feinde die einem zum Fressen gernhatten.


Er schaute nochmal nach oben und da sah er ihn. Er hatte sich doch nicht getäuscht, denn der Punkt schoss förmlich aus dem Himmel auf die Erde zu und wurde größer und größer. Ein Mäusebussard! Papa Maus zögerte keine Sekunde und schrie so laut er konnte: „Hierher Kinder, kommt schnell unter die Sträucher, ein Mäusebussard!“ Doch die Kinder hatten ihren Spaß und lachten und konnten ihn scheinbar nicht mehr hören. Das konnte nicht gut ausgehen.


Es würde nur noch ein paar Sekunden dauern, bis der Mäusebussard eines der Kinder packen und mit ihm in die Lüfte verschwinden würde. Aus den Augenwinkeln sah er wie Mama Maus kreidebleich neben ihm stand, denn auch sie ahnte, was jeden Moment geschehen musste. „Komm mit“ rief er ihr zu und griff ihre Pfote. „Ich habe einen Plan“, und schon rannten sie los, immer am Waldrand entlang, den Kindern entgegen.


Inzwischen hatte auch Ludwig den herabschnellenden Angreifer bemerkt. Er wurde kreidebleich, schrie aber im nächsten Moment: „versteckt euch, ein Bussard!“ Doch es war zu spät. Noch bevor seine Schwestern wussten wie ihnen geschah, war der Bussard schon über Ihnen. Seine Krallen packten zu und schon wurde Lisa in die Lüfte gehoben. Sie war vor Schreck wie erstarrt, aber sie hätte sich ohnehin nicht aus dem festen Griff des Bussards befreien können, der nun auf die vor ihm liegenden Haselnusssträucher zu flog, um über den Wald hinweg davonzufliegen. „Hilfe!“ schrie Lisa laut, „Mama, Papa, Hilfe!“


Diese hatten gesehen was passiert war, während sie an einem dicken Zweig eines Haselnussstrauchs hinaufgerannt waren. Sie befanden sich nun ganz oben auf dem Strauch und in wenigen Augenblicken würde der Bussard, mit Lisa in seinen Klauen, über Ihre Köpfe hinwegfliegen. „Wir müssen bis ans Ende dieses Zweigs“, rief Papa Maus „und wenn ich JETZT rufe, dann lässt Du los, okay?“ Mama Maus ahnte was er vorhatte und nickt nur. Dann liefen sie weiter bis ans Ende des Zweigs, der sich durch ihr Gewicht bedenklich stark nach unten bog. Als der Bussard fast über ihnen war, rief Papa Maus „JETZT“ und beide ließen los.


Der Bussard wusste gar nicht wie ihm geschah. Während Mama Maus auf den Zweig darunter gesprungen war, schnellte der Zweig mit Papa Maus nach oben und katapultierte ihn direkt auf den Bussard zu. Er traf diesen mit voller Wucht an der Brust, wo sich Papa Maus nach diesem heftigen Aufprall nur mit Mühe festhalten konnte. Im selben Moment hatte der Bussard Lisa vor lauter Schreck losgelassen, die sich im Fallen geschickt an einem Zweig des Haselnussstrauchs festhalten konnte.

 

Als Papa Maus sah, dass Lisa in Sicherheit war, ließ auch er los und fiel in den Strauch. „Au, au, au, au, au, au, au“, sagte er, als er von Zweig zu Zweig stürzte und dann schließlich etwas ramponiert und mit brummendem Schädel unten ankam.


Schnell war auch der Rest der Familie bei ihm und Laura fragte: „Geht es Dir gut Papa?“ „Ja“, sagte er, „bis auf die Kopfschmerzen“ und versuchte zu grinsen. „Danke Papa, dass Du mich gerettet hast“, sagte Lisa und drückte ihn ganz fest. „Zum Glück sind wir so ein gutes Team“, sagte Papa Maus, „denn ohne Deine Mama hätte ich es nicht geschafft!“ „Danke Mama“ sagte Lisa nun und drückte auch ihre Mama ganz fest.


„Jetzt wird es aber Zeit, dass wir nach dem großen Schrecken etwas essen“, sagte Mama Maus, „aber von nun an bleiben wir versteckt unter den Blättern, damit uns der fiese Bussard nicht mehr sehen kann. Und ihr passt bitte beim nächsten Mal besser auf, denn dieses Mal haben wir noch großes Glück gehabt.“ „Ja, das werden wir“, sagten die Kinder wie aus einem Munde und so nahm das panische Picknick doch noch ein gutes Ende.

 

ENDE

 

© Guido Lehmann, Sprueche-Gruesse.de, 04.07.2020



 >>> Geschichte drucken (.pdf-Datei)

.

Folgende Kurzgeschichten für Kinder sind bereits online


Geschichten mit Max 

 

Geschichten mit Familie Maus