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Röntgenlauf Remscheid: Erfahrungsbericht Walking 2006Um es gleich vorweg zu nehmen: Danke an die Veranstalter, dass beim Marathon wirklich auf den letzten Zieldurchgang gewartet wurde, auch wenn die offizielle Zielschlusszeit schon ein "paar Minuten" vorbei war. Und: Ein kräftiges Lob an alle Helfer an der Strecke: Auch für das Schlußlicht war noch an jeder Station genügend Verpflegung und ein anfeuerndes Wort vorhanden. Doch von Anfang an: Gutes Zurechtfinden im Organisationsbereich. Die Halle 4 (Startunterlagen) war (Samstag gegen 1630 Uhr) mehr als übervoll. Hier könnte man die ganze Halle nutzen, um das Gedrängel etwas zu entzerren. Die Massagebänke lassen sich gegen Ende der Öffnungszeit doch schnell wieder verteilen. Ein wenig Pech hatte ich mit dem Empfang meiner Startunterlagen. Obwohl ich in der Meldeliste aufgeführt war und auch meine Startnummer vorher wußte, war der Umschlag nicht aufzufinden. Bei insgesamt fünfmaligem Anstehen erhielt ich dann meine Unterlagen mit Hilfe einer neuen Startnummer. So etwas kann schon mal passieren. Der strapazierfähige Beutel mit den Startunterlagen hat mir gut gefallen. Wenn der jetzt noch eine Tragekordel hätte (wie z.B. die Beutel vom Rennsteig-Brückenlauf oder vom Linz-Marathon), sodass man sich den Beutel um die Schulter hängen kann, dann wäre das mein absoluter Favorit!! Die große Aufenthaltshalle mit angemessen großer Messe war gut aufgeteilt zwischen Ständen und Sitzmöglichkeiten. Besonders positiv: Man konnte für Essen und Getränke Marken kaufen, aber auch an den Ausgabestellen bar bezahlen. Das hat die ganze Angelegenheit gut entzerrt. Der Preis (5 € für zwei Gerichte und ein Getränk) war auch völlig in Ordnung. Da habe ich bei anderen Veranstaltungen schon für mehr Geld erheblich weniger bekommen. Das Personal sowohl bei der Ausgabe der Startunterlagen als auch in der großen Halle (Verpflegung, Getränke, Messestände) war ausgesprochen freundlich. Habe ich nur Glück gehabt oder haben andere das auch so empfunden? Bezüglich der Unterkunft hatte ich das Kombi-Angebot, das der Flyer enthielt (Mercure Hotel), gewählt (zwei Übernachtungen, ein Menü, Shuttle, Badeparadies). Es geht sicherlich auch billiger, aber ich habe die Wahl nicht bereut. Ich habe gehört, dass die Übernachtung in der Turnhalle, die auch für ganz wenige Euro angeboten wird, ein Erlebnis besonderer Art sein soll - das ist positiv gemeint! Vielleicht gönne ich mir das auch einmal. Dem Röntgenlauf geht der Ruf voraus, eine Veranstaltung für wetterfeste Leute zu sein (um mich zurückhaltend auszudrücken). Eine Garantie auf Goldenen Oktober gibt es nun mal nicht. Jedoch war heuer das Wetter besser als die Vorhersage. Geregnet hat es nicht, aber hin und wieder wehte doch ein "lindes" Lüftchen. Im Startbereich (Halb-, Marathon u. Ultra Marathon, Läufer, Walker und Nordic Walker starteten gemeinsam) war genügend Platz. Das Feld entzerrte sich schnell. Die Marathonstrecke (ca. 20 % Asphalt/Pflaster, der Rest Wirtschafts-, Feld-, Waldwege - habe ich das richtig geschätzt?) ist wirklich nicht ohne! Ich empfand sie anspruchsvoller als den Rennsteig Marathon und den zweiten Teil ebenfalls anspruchsvoller als den ersten (also die Halbmarathon Strecke). Eine wirklich schöne Landschaftsstrecke - ganz besonders eben im Herbst. Wahrlich keine schnelle Strecke: Hohlwege, abschüssige Stücke fürs Schneckentempo (wenn es kräftig geregnet hätte, na dann .). Einige Steigungen behält man auch durchaus im Gedächtnis!!!! Ein kleines Erlebnis am Rande: Nach dem Unterqueren der Eisenbahnbrücke (sehenswert die Konstruktion!) überfuhr ein Zug in meiner Laufrichtung die Brücke und kam näher. Der Waldbewuchs ließ keinen Blickkontakt zu. Die Schallverhältnisse in diesem Bereich waren so, dass ich wirklich den Eindruck hatte, der Zug würde mich gleich auf meinem Waldweg überfahren. Ein beeindruckendes Erlebnis. Auf den ersten fünf Kilometer war jeder km ausgeschildert, dann ein Schild alle fünf Kilometer. Ich weiß, viele Teilnehmer sind damit zufrieden. Ich persönlich mag es lieber, jeden km ausgeschildert zu sehen. Es ist zugegebenermaßen Geschmacksache. An allen Verpflegungsstationen bis zum Schluß freundliche Helfer und genügend Verpflegung und Getränke. Irgendwo im dritten Viertel gab es selbstgebackenen Kuchen und Cola. Normalerweise nicht so mein Ding, aber an dem Tag hat mir das richtig einen Schub gegeben. Danke an diese - vermutlich ganz private - Initiative. Ausschilderungen und Streckenposten reichlich, problemlos und hilfreich. Danke an alle - auch an die, die anschließend alles wieder einsammeln müssen. Die erste Hälfte der Marathonstrecke verlief mehr als die zweite Hälfte durch bewohnte und dadurch auch belebte Gegend. Es ist auch hier Geschmacksache. So antreibend es auch ist, sich durch das Publikum klatschen zu lassen, so sehr genieße ich es auch, ganz alleine mit meinen Gedanken durch die Landschaft zu traben (wohl wissend, dass die Geschwindigkeit darunter leidet - aber ist die Zielzeit wirklich so wichtig bei einem Landschaftslauf wie diesem????). Auffallend: Auch für die letzten auf der Marathonstrecke war auch am letzten Stand noch Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit vorhanden. Das erlebt man hin und wieder anders.
Fazit: Eine empfehlenswerte Veranstaltung,
für die man sich Zeit nehmen sollte - und vorher die Kniebänder trainieren
sollte, die bei "bergrunter" besonders beansprucht werden! Horst-G. Robbers, Bad Neuenahr-Ahrweiler
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