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Bonn Marathon: Erfahrungsbericht Walking 2004Erstmals war Walking beim Bonner Rhein Energie Marathon offizielle Startkategorie. Die Chance haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und waren mit zwei Mann dabei. Es hat sich gelohnt, auch wenn das Starterfeld mit ca. 15 Walker/-innen durchaus überschaubar war. Aber: so auch der Sprecher am Start die Inliner haben auch mal mit kleiner Zahl angefangen. Hoffen wir, dass die Walkingentwicklung ähnlich verläuft. Noch nicht endgültig geklärt ist die Startberechtigung von Nordic Walking. Eine Nordic Walkerin war dabei und hat das Ziel ohne Probleme erreicht. Die Frage nach den Problemen bezieht sich nicht auf die Leistungsfähigkeit der Teilnehmerin, sondern auf die Läufer/-innen, die uns ja im Laufe der Zeit überholten. Hier könnte es zu Kollisionen kommen, vor allen Dingen, wenn mehrere Nordic Walker/-innen nebeneinander walken. Nicht zuletzt auch ein Versicherungsproblem, wenn etwas passiert. Ich habe gerüchterweise gehört, dass Nordicwalker/-innen bei telefonischer Nachfrage bezüglich Startberechtigung etwas robust zurückgewiesen sein sollen. Diese Aussage mache ich mit aller Vorsicht, da ich das nicht aus erster Hand habe. Vielleicht kann jemand etwas genaueres sagen. Viele Walker/-innen (ohne Stöcke) haben ja wohl schon häufiger Kontakt mit Nordic Walker/-innen, sodass man sich aneinander gewöhnt hat und Überholvorgänge gut abschätzen kann. So ein größerer Stadtmarathon ist schon etwas anderes als ein Landschaftsmarathon, auch wenn letzterer asphaltiert und flach verläuft, wie zum Beispiel der Hunsrück Marathon, wo man auch durchaus von viel Publikum weitergeklatscht und angefeuert wird. Im Zielbereich war noch richtig was los, obwohl die Masse der Läufer naturgemäß schon lange fertig war.
Die Organisation war (ebenfalls naturgemäß)
profihaft und reibungslos. Es gab keine Engpässe, Orientierungsprobleme
oder sonstige Schwierigkeiten. Vernachlässigbare Kleinigkeiten (Walking
Starterliste war nicht vollständig, Ergebnisliste Walking hing auch um
1630 Uhr noch nicht aus 1 Std nach Zielschluss) können den Gesamteindruck
nicht trüben. Die Überholvorgänge zogen sich erwartungsgemäß bis zum Ziel hin. Auch wenn man auf der Strecke so weit wie möglich außen walkte, einer überholte einen immer noch weiter außen. Manchmal geriet man ungewollt mitten in einen größeren Pulk hinein. Das behinderte einen schon etwas (die Läufer/-innen sicherlich ebenso) und bremste. Auf der anderen Seite wurde man von jedem Überholenden bewusst oder unbewusst etwas gezogen, sodass im Endeffekt wohl alles ausgeglichen war. Ich persönlich habe keinerlei Probleme mit den Läufer/-innen gehabt und die hoffentlich auch mit mir nicht. Wer Schwierigkeiten mit dem "überholt werden" hat, muss halt auf eine reine Walkingveranstaltung ausweichen. Überlegenswert ist noch, ob man nicht für ein paar Euro mehr Startgeld statt des Finishershirts aus Baumwolle ein vernünftiges Funktionshemd bekommen kann. Baumwollshirts hat wohl jeder inzwischen mehr als genug und die sind zum Training eher untauglich. Zwei kleine Erlebnisse noch am Rande: Auf den meisten Startnummern war der Vorname aufgedruckt. Vielfach wurde man ja von den Zuschauern angefeuert und dabei mit dem Vornamen angesprochen. Nicht immer erkannte man den Rufer und wusste nicht, war das nun ein "Fremder" oder ein Bekannter, denn man gerne zurückgegrüßt hätte (oder hätte sollen). Bislang jedenfalls hat sich noch niemand wegen "Nicht-Zurück-Grüßens" beschwert. So bei Kilometer 34 gesellte sich ein Zuschauer neben mich und wollte mir etwas Gutes tun. Er trabte los und meinte, ich solle mal wieder etwas laufen, er würde mich ein Stück ziehen. Ich sagte ihm ich sei Walker, kein Läufer. Er war reichlich erstaunt und meinte: "So etwas gibt es auch?". Dann ließ er mich meines Weges walken. Es gibt also noch Aufklärungsarbeit zu leisten. Im Allgemeinen und im Besonderen Dank an die Organisatoren, dass sie Walking offiziell aufgenommen haben und hoffentlich auch zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Nicht zuletzt auch großen Dank an die Security (ich habe kein unfreundliches Gesicht gesehen) und die vielen freiwilligen Helfer/-innen. Horst-G. Robbers, Bad Neuenahr-Ahrweiler
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