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Bärenfelslauf: Erfahrungsbericht 2007Es sah alles so einfach aus am Vorabend des Bärenfelslauf in der Gaststube des Hotels, wo sich beim vorweihnachtlichen Glas Wein oder Bier oder Saft oder Kaffee einige der Teilnehmer am Marathon oder der 8,5 km Strecke zusammenfanden und sich nochmal den Computerausdruck des Streckenverlauf und des Höhenprofils anschauten. Man sollte das Kartenlesen den Profis überlassen. Also: Einmal einen steilen Anstieg, dann oben auf dem Bärenfels 5 Runden und zum Schluß das steile Stück wieder runter zum Ziel. Kein Problem. Aber man hätte ja auch jemanden fragen können, der schon mal teilgenommen hatte. Jedenfalls führte mein Irrtum dazu, dass ich ganz entspannt und ruhig geschlafen habe. Hätte ich allerdings vorher gewußt, dass zu jeder Runde der steile Anstieg und Abstieg dazugehörte, ich hätte wohl eine etwas unruhigere Nacht verbracht. So um die 1.300 Höhenmeter kamen da wohl zusammen. Im Nachhinein waren Karte und Profil ganz eindeutig zu lesen. Es stand alles da, schwarz auf weiß und auch bunt. Was war das denn nun, am 24.12., zu Weihnachten, in 55768 Hoppstädten-Weiersbach/Neubrücke. Wo liegt das eigentlich? Wer veranstaltet so etwas und wer nimmt daran teil? Zu dieser Jahreszeit und an diesem Tag? Wo gibt es so was sonst noch? Doch der Reihe nach: Hoppstädten-Weiersbach, Ortsteil Neubrücke liegt nahe der A 62 an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Start = Ziel befinden sich in Rheinland-Pfalz, die Strecke liegt im Saarland. Grob in der Mitte zwischen Trier, Saarbrücken und Kaiserslautern. Idar-Oberstein ist ca. 20 km entfernt. Um die Familien Feller und Helferich herum besteht das Bärenfels-Team, das genau am Morgen des Heiligabend diese Veranstaltung organisiert. Der Marathon fand 2007 zum zweiten Mal, der Hauptlauf über 8,5 km zum sechsten Mal statt. Auch einige Walker waren dabei. Nordic Walker sollten wegen der teilweise schmalen Wege nicht teilnehmen. Nicht ganz 300 Teilnehmer, davon 68 Marathonis starteten morgens um 0800, bzw 1015 Uhr (8,5 km). Auch einen Schülerlauf über 800 m gibt es. Die etwas langsameren konnten sogar schon eine Stunde früher starten. Handgemalte laminierte Startnummern, statt einer Medaille ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift "2. Bärenfels-Marathon 24.12.2007 und für jeden Teilnehmer ein sorgsam in Weihnachtspapier verpacktes Geschenk bei der Siegerehrung waren die herausragenden Besonderheiten dieses ausgesprochen familiären Marathons. Und wer nimmt an einer solchen Veranstaltung teil? Bei weitem nicht nur Personen, die bei der Weihnachtsvorbereitung zu Hause stören und entsprechend zwischengeparkt werden. Natürlich waren eine ganze Reihe Freaks dabei, die bereits eine Menge Kilometer unter ihre Füße gebracht hatten und für die ein 10-km Lauf zu den Sprintstrecken gehört. Aber auch ganz normale Hobbyläufer waren zu finden. Und das war auch das Schöne an dieser Veranstaltung. Es gab keine Cliquenbildung (hier die Insider - dort das Fußvolk). Auch die Veranstalter gaben jedem das Gefühl, willkommen zu sein. Die Strecke - wie schon ganz beiläufig erwähnt - kann durchaus als anspruchsvoll bis heftig genannt werden. Der Anstieg von ca. km 1 bis 2,5 hat es in sich und das fünfmal. Hat man den Anstieg fast geschafft, trifft man auf die eine Getränkestation (Heißer Tee, Cola, Stollen, Kekse, Gummibärchen) und begibt sich dann auf einen Rundkurs, der an besagter Getränkestation endet und in den Abstieg mündet, den man anfangs hinaufgeklettert ist. Nach Erreichen des Wendepunktes, der sich ganz kurz vor Start/Ziel befindet, geht dann alles nochmal von vorne los. Beim vierten Mal geht einem eigentlich alles ganz locker vom Fuß, obschon man sich immer noch ein wenig wundert, dass man das alles freiwillig macht. Wie dem auch sei, es soll ja nicht umsonst gewesen sein, also alles noch ein letztes Mal und siehe da, es geht tatsächlich. Die Landschaft ist eine schöne Waldgegend, es macht Spaß, sich dort zu bewegen. Das einzige, was versagt hatte, war die Wettervorhersage. Geringe Bewölkung war angesagt aber irgendwie stimmte es doch. Es war nur eine einzige Wolke da, die hing jedoch über dem gesamten Himmel. Entsprechend kalt war es, was aber wiederum für schöne Naturbilder (Rauhreif) sorgte. Jeder km war markiert, im Ziel gab's unter anderem auch heißen Kaffee. Mit Geduld wurde auf die letzten Finisher gewartet. Der kleine Ort gab tatsächlich an dem Tag noch zwei Duschmöglichkeiten her, für die Weiblichkeit im Heizkraftwerk direkt am Ziel, für die Männerwelt etwas weiter weg im Gemeindehaus. Die Siegerehrung in einem Saal des Kinocenters war auch sehr familiär gehalten. Gernot Helferich, selbst ambitionierte Läufer, kannte viele der Teilnehmer schon von anderen Veranstaltungen her und hatte entsprechend persönliche Bemerkungen parat. Kurz und gut: eine wirklich lohnenswerte Veranstaltung. Man muss nur wissen, dass es sie gibt. Nun wissen wir es ja! Ach ja, die letzte Frage habe ich noch nicht beantwortet. Wo gibt es so was sonst noch am 24.12.? Meines Wissens nur in 55768 Hoppstädten-Weiersbach/Neubrücke. Horst-G. Robbers, Bad Neuenahr-Ahrweiler
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